High Taper Haircut: Der komplette Style Guide
Alles über den High Taper Haircut: Wem er steht, Varianten, der Unterschied zum High Fade und wie du den Look beim Friseur bestellst.
Der High Taper Haircut gehört zu den saubersten und vielseitigsten Übergängen, die man beim Friseur bestellen kann. Das Haar wird hoch an den Seiten – etwa auf Höhe der Schläfen oder darüber – graduell kürzer, was einen klaren Kontrast zwischen dem längeren Deckhaar und den straffen Seiten erzeugt. Ob als Basis für einen Pompadour, einen texturierten Crop oder einen Slick-Back-Look – der High Taper verleiht nahezu jedem Stil Struktur und Eleganz.
Was ist ein High Taper Haircut?
Ein High Taper beginnt seinen graduellen Übergang deutlich höher am Kopf als ein Low oder Mid Taper – typischerweise auf Höhe oder oberhalb der Schläfen. Das Haar verblendet von länger oben zu kürzeren Längen in Richtung Ohren und Nacken, aber der Übergang setzt weit über dem Ohr an. Anders als beim High Fade, der bis auf Haut gehen kann, behält der High Taper durchgehend etwas Haarlänge an den Seiten und im Nacken. Das ergibt ein etwas weicheres, stärker abgestuftes Erscheinungsbild und liefert trotzdem die saubere, skulptierte Silhouette. Das Resultat ist ein Schnitt, der aus jedem Winkel bewusst und gepflegt aussieht.
Wem steht der High Taper?
Der High Taper ist tatsächlich einer der universellsten Haarschnitte überhaupt. Wer ein rundes oder breiteres Gesicht hat, profitiert davon, dass der High Taper das Profil optisch streckt, indem er Volumen an den Seiten entfernt. Bei ovalen oder länglichen Gesichtern hält er die Balance, ohne das Gesicht zu schmal wirken zu lassen. Er funktioniert bei allen Haartypen – glatt, wellig, lockig oder kraus – weil es beim Taper um die Seiten geht und man oben machen kann, was man will. Auch in professionellen Umfeldern ist er eine solide Wahl, wenn man etwas Scharfes, aber nicht zu Dramatisches sucht.
High Taper vs. High Fade: Was ist der Unterschied?
Das wird ständig verwechselt, also hier die Klarstellung. Ein High Taper reduziert die Haarlänge graduell, geht aber nie bis auf die Haut – an den Seiten ist immer etwas Haar sichtbar, selbst an der kürzesten Stelle. Ein High Fade hingegen verblendet bis auf die nackte Haut, meist in der Nähe der Ohren oder am Nacken. Der Taper ergibt ein konservativeres, gepflegteres Finish, während der Fade mutiger und dramatischer wirkt. Wenn dein Arbeitsplatz einen strengeren Dresscode hat oder du einen dezenten Übergang bevorzugst, ist der High Taper dein Schnitt.
Varianten und Ideen
Der High Taper ist ein Fundament – was du oben machst, macht den Stil zu deinem eigenen. Ein High Taper mit texturiertem Crop ergibt den mühelosen, modernen Look mit zerzausten Strähnen vorne. Kombiniert mit einem Pompadour wird es klassischer und voluminöser. Ein High Taper mit Seitenscheitel ist clean und professionell, perfekt fürs Büro. Für Männer mit lockigem Haar erzeugt die natürliche Textur oben in Kombination mit den getaperten Seiten einen fantastischen Kontrast. Man kann auch einen harten Scheitel oder ein Line-Up an den Schläfen hinzufügen, um zusätzliche Definition zu schaffen. Jede Kombination verändert die Ausstrahlung komplett.
So bestellst du den High Taper beim Friseur
Geh mit einem Referenzfoto hin – das allein beseitigt die meiste Missverständlichkeit. Sage deinem Friseur, dass du einen High Taper möchtest, wobei der Übergang auf Schläfenhöhe beginnen soll. Stelle klar, dass du einen Taper willst, keinen Fade, das heißt: keine sichtbare Haut an den Seiten. Besprich die Länge oben: Willst du fünf Zentimeter für einen texturierten Style oder zehn Zentimeter und mehr für einen Slick-Back? Erwähne auch die Nackenlinie – abgestuft, gerade oder gerundet. Wenn du einen harten Scheitel oder Designelemente möchtest, sprich das an, bevor der Haarschneider zum Einsatz kommt.
Styling und Pflege
Plane alle zwei bis drei Wochen einen Friseurbesuch ein, um den Taper frisch aussehen zu lassen – sobald er herauswächst, verschwinden die sauberen Linien schnell. Für das tägliche Styling funktioniert eine matte Tonerde oder Pomade mit mittlerem Halt gut, um das Deckhaar zu formen, ohne overdone zu wirken. Wer Volumen möchte, föhnt das Deckhaar mit einer Rundbürste nach oben, bevor das Produkt aufgetragen wird. Für einen texturierteren, lässigen Finish etwas Salzspray ins handtuchtrockene Haar arbeiten und lufttrocknen lassen. Zwischen den Besuchen die Nackenlinie bei Bedarf mit einem Trimmer sauber halten.



